Eine wahre Feuerwehrgeschichte
Brand klein, PW Brand...
Es ist ein Aprilabend kurz nach 22 Uhr irgendwo in einer kleinen Gemeinde vor dem Wald.
Ein Autofahrer und sein Beifahrer sind mit ihren BMW in dieser unbekannten, dunklen Gegend unterwegs. Zur gleichen Zeit beschliessen vier Feuerwehrleute dieser Gemeinde nach ihrer Fahrübung noch ein kühles Bierchen zu trinken. Ebenfalls zu dieser Zeit sitzen vermutlich die meisten Angehörigen einer Nachbarfeuerwehr zu Hause und geniessen den wohlverdienten Feierabend. In kurzer Zeit wird sich der Abend für alle auf eine ungewöhnliche Art wenden.
Kurz vor dem Dorfeingang in der Nähe eines Restaurants mit dem Namen Tannen oder Baum stellen die Insassen des Fahrzeugs Rauch aus dem Motorraum fest. Sie halten an und sofort lodern ihnen Flammen entgegen. Diese Flammen werden auch von den durstigen Feuerwehrleuten gesehen. Bei einer kurzen Rekognoszierung steht fest, jetzt zählt „Unsere Freizeit für ihre Sicherheit“. Jetzt muss etwas anderes gelöscht werden als der Durst. Pflichtbewusst kehren die vier zurück ins Feuerwehrmagazin und fahren mit den Einsatzfahrzeugen aus.
Ihrer misslichen Lage bewusst, alarmieren die zwei Autofahrer per Handy die Feuerwehr. Mit der Frage am andern Ende der Leitung: „Wo befinden sie sich?“ haben sie nicht gerechnet. So spontan fallen ihnen doch drei Gemeinden ein, wo sie eventuell sein könnten. Leider ist die richtige nicht dabei. Und so ändert sich auch der Abend für die Angehörigen der Nachbarfeuerwehr.
Kaum ist der Anruf beendet, fahren die vier Feuerwehrleute mit Blaulicht beim brennenden Auto zu. Etwas verdutzt stellen die zwei fest, dass das jetzt doch recht schnell ging, trotz ihrer etwas grosszügigen Ortsangabe.
Der Situation bewusst, verlangt der anwesende Offizier Verstärkung seiner Feuerwehr. Die Alarmstelle bestätigt ihm, dass die Feuerwehr bereits alarmiert sei, leider aber offenbar die falsche. Nach Rücksprache mit dem Kommandant einigt man sich das Eintreffen der Nachbarfeuerwehr abzuwarten. In der Zwischenzeit werden alle Angehörige der Feuerwehr die sich im Restaurant befinden zum Einsatz aufgeboten. Gemeinsam gelingt es das Fahrzeug zu löschen und die Strasse zu sperren.
Für die aufgebotene Feuerwehr aus dem Nachbardorf hat in der Zwischenzeit das Suchen des brennenden Autos begonnen, führt aber in ihrer Gemeinde nicht zum Ziel. Den entscheidenden Tipp gibt ihnen ein Angehöriger dieser Feuerwehr, der kurz vorher in der Gemeinde vor dem Wald rote Autos mit Blaulicht gesehen hat. Diesem Hinweis folgend finden auch die Nachbarn das aber in der Zwischenzeit bereits gelöschte Auto.
Gemeinsam wird der Verkehrsdienst aufrecht erhalten bis das ausgebrannte Fahrzeug abtransportiert ist.
Die Nachbarfeuerwehr wird dankend entlassen, die zwei Autofahrer müssen sich eine andere Transportmöglichkeit suchen und die vier Feuerwehrleuten kommen dank eines grosszügigen Wirtes doch noch zu ihrem jetzt aber ganz sicher verdienten Bier.



